Anna-Forcke-Stift

Auch nach über 100 Jahre steht es nach seiner Grundsteinlegung auf einer leichten Anhöhe am Ortsrand von Barsinghausen: das Anna-Forcke-Stift. Erbaut wurde es um die Jahrhundertwende (das Buch „Pflegen und Heilen in Göttingen“ von Traudel Weber-Reich nennt 1908 als Eröffnungsjahr).

 

Das Gebäude war von Beginn an als Schwesternwohnheim konzipiert und hatte für die damalige Zeit durchaus großzügige Dimensionen: eine Nutzfläche von über 1.600 m² und eine Grundstücksgröße von rund 6.000 m² sprechen wohl für sich. Benannt ist es nach Anna Forcke, einer Diakonisse und als Oberin langjährige Leiterin des Henriettenstifts (1863-1904).

Für die Unterbringung der alten und kranken Schwestern standen 50 Zimmer bereit, die alle über einen eigenen Wasseranschluss verfügten. Auf jeder Etage gab es einen Baderaum mit Wanne sowie Toiletten auf dem Gang.

 

Bis 1998 wurde das Stift noch genutzt, seitdem steht es leer. Im Mai 2012 gab es einen Brand im Obergeschoß, der laut Polizei auf fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung zurückzuführen ist. Der Sachschaden belief sich auf rund 50.000 €. Seit diesem Brand klafft nun ein großes Loch im Dachstuhl und lässt Regen und Feuchtigkeit ungehindert eindringen – was dem Erhalt des Gebäudes nicht gerade förderlich ist. Bis heute flattert das rotweiße Absperrband in den Fluren, und die Brandschäden wurden weder beseitigt noch wenigstens provisorisch entschärft…

Gebäude um 1910


Gebäude um 1930


Gebäude um 1940



Gebäude 2015